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Therapieverfahren für Therapieprogramm (Phase II Rehabilitation

Medizinische Behandlung

In unserer Einrichtung gibt es 4 Fachärzte für Psychiatrie und einen Arzt für Allgemeinmedizin.

Zu Beginn gibt es eine Aufnahmeuntersuchung, wir bitten sie dafür alle vorhandenen Befunde mitzunehmen.
Je nach Krankheitsbild und Vorbehandlung wird eine Optimierung der medizinischen Behandlung vorgenommen.

Dazu gehört auch die medikamentöse Therapie der psychischen Erkrankung sowie eventueller körperlicher Begleiterkrankungen.

Es finden regelmäßig ärztliche Visiten statt.

Psychotherapie

Ein Schwerpunkt unserer Behandlung ist die Psychotherapie, die hauptsächlich in der Gruppe, aber auch im Einzelgespräch stattfindet.

Nach einer diagnostischen Abklärung und Information über Krankheit und Behandlung in der ersten Woche werden Sie an einer regelmäßig stattfindenden störungsspezifischen und eventuellen weiteren störungsübergreifenden Therapiegruppen mit max. 12 Personen teilnehmen.

Der methodische Schwerpunkt bei den psychotherapeutischen Behandlungen liegt auf der kognitiven Verhaltenstherapie, für die es die umfangreichsten Wirksamkeitsnachweise in einem breiten Feld psychischer Probleme und Störungen gibt.

Je nach individueller Zielsetzung ist dabei die Behandlung mit unterschiedlicher Gewichtung  auf Symptombewältigung (besserer Umgang mit Symptomen wie z.B. Angst oder Depression oder Störung der Impulskontrolle) und/oder Ursachenbewältigung (Veränderung tiefer liegender Probleme und aufrechterhaltender Faktoren) ausgerichtet.

Über die Verhaltenstherapie hinaus werden zusätzlich auch andere psychotherapeutische Konzepte angeboten. Neben der Beeinflussung des Krankheitszustandes kommt besonders auch dem Aufbau gesunden Verhaltens eine große Bedeutung zu.

Ergotherapie

Die Ergotherapie geht davon aus, dass

  • die Fähigkeit, selbständig handeln zu können, die Basis unseres täglichen Lebens bildet und dass
  • sich aktiv zu betätigen, eine heilende Wirkung hat

Häufig sind durch eine Erkrankung bestimmte Tätigkeiten nur mehr  eingeschränkt möglich, was zu einer zusätzlichen Belastung im Alltag führt  - z.B. kann man sich nicht dazu aufraffen, mit einer Tätigkeit zu beginnen  oder nie so damit zufrieden sein, um sie beenden zu können.
Ängste können verhindern, dass man sich über neue Tätigkeiten wagt, und eine eingeschränkte Konzentration kann Arbeitsergebnisse  beeinträchtigen. In der Ergotherapie bekommen Sie die Möglichkeit, sich in  alltagsbezogenen und kreativen Gruppen aktiv zu betätigen.
Dabei geht es in erster Linie darum, Ihnen die Möglichkeit zu geben,  Ihre vorhandenen Fähigkeiten und Stärken wieder zu erleben und zu spüren  und Sie auch im Alltag wieder einsetzen zu können.
Ebenso werden dabei andere Fähigkeiten - z.B. soziale Kompetenz, Umgang mit Gefühlen, Konzentration und Ausdauer - trainiert, die zu  Ihrer Gesundung beitragen können.

Kunst- und Kreativtherapie

Mittels verschiedener Medien wie Malen, Arbeiten mit Ton, Schreiben, Musik,Tanz etc . wird Kreativität und Ausdruck gefördert.

Diesen Ansatz verfolgen wir im Sinne der Ressourcenaktivierung und als Teil der Bewältigungsstrategien.

Bewegungstherapie und Physiotherapie

Durch die Stärkung von Ausdauer und Kondition in der Bewegungstherapie verbessert sich das Befinden, Freude an der Bewegung stabilisiert die Stimmung und  kann soziale Kontakte verbessern .

Je nach Einzelfall werden auch symptombezogene Behandlungen durchgeführt , z.B. Bauchatmung bei Angsterkrankungen oder Wirbelsäulengymnastik.

Morgengymnastik, Ausdauertraining, Atemtherapie, Körperwahrnehmung sind mit unterschiedlichem Schwerpunkt wichtige Bestandteile der Behandlung.

Sozialarbeit

Bei psychischen Erkrankungen spielen Konflikte am Arbeitsplatz, Jobsuche bzw Auswirkungen der Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit oft eine wichtige Rolle.

Daneben sind finanzielle Probleme oder Wohnungsprobleme in Zusammenhang mit der Erkrankung oft von Bedeutung.

In Gesprächen mit den SozialarbeiterInnen können diesbezügliche Probleme abgeklärt werden, in speziellen Fällen können gemeinsame Ausgänge nach Hause, auf Ämter oder an den Arbeitsplatz stattfinden

Gesundheits- und Krankenpflege

Gesundheits- und Krankenpfleger/-schwestern wirken bei der Therapie mit, organisieren Ausgänge und den Therapiealltag.

Neben den üblichen Tätigkeiten des Pflegebereichs (vor allem Unterstützung und Assistierung des ärztlichen Personals, körperliche Pflege, Dokumentation, Organisation des Klinikbetriebes, Anleitung und Kontrolle des Hilfspersonals) übernimmt das Pflegepersonal auch Gespräche, Kriseninterventionen, die Beobachtung der Kranken und die Information der ÄrztInnen über aktuelle Probleme bzw. den beobachtbaren Krankheitsverlauf.